Digitale Fotographie
   
Meine Ausrüstung

Olympus Camedia 2000 mit 2 Megapixel
Canon Powershot S1 IS mit 3 Megapixel
Pentium 2.8GHz mit Windows XP


   
         
 
 

Ich fotografiere nun schon seit einigen Jahren mit digitalen Kameras. Aller Anfang ist schwer. So auch beim digitalen Fotografieren. Diese Technik hat gravierende Vorteile aber auch einige Nachteile. Nachfolgend habe ich meine gesammelten Erfahrungen beschrieben.
Bild1

1. Vorurteil:

Die Auflösung digitaler Bilder ist zu schlecht zum Entwickeln.
Ab 2Megapixel kann von dem Bild bedenkenlos ein Abzug gemacht werden. Erste Schwächen treten bei DINA4 Kopien auf. Aber heute haben die meisten Fotoapparate sowieso eine größere Auflösung. Wer größere Abzüge machen möchte sollte eine größere Auflösung wählen. Aber: Je größer die Bilder umso weniger passen auf eine Speicherkarte und umso länger dauert die Bearbeitung am Computer.


2. Vorurteil:

Die Abzüge sind schlechter als Abzüge von Negativfilmen.
Dies kann man mit ja und auch mit nein beantworten. Ich kenne genug Fotolabore die auch Negativfilme schlecht entwickeln. Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Labore ausprobiert, aber nur wenige liefern eine gute Qualität. Außerdem kann sich die Qualität auch mal ändern. Da hilft nur ausprobieren. Zur Zeit kann ich die Internetadresse www.expressphoto.de empfehlen.
Die Bilder werden praktischerweise übers Internet hingeschickt und kommen innerhalb von 2 Tagen per Post zurück. Die Abzüge sind scharf, die Farben gut und der Preis relativ niedrig. Man sollte nur darauf achten, dass das Labor auch Bilder im Format 4:3 abziehen kann, da die meisten Kameras in diesem Format ihre Bilder speichern.
Nur mit Fotoalben hat man es bei einem Bild von zum Beispiel 11x15cm etwas schwer. Ein Nachteil vieler Firmen ist daß die Abzüge generell etwas dunkler abgezogen werden, als diese am Bildschirm zu sehen sind. Aber dies kann man ja vorher mit einem Grafikprogramm ausgleichen. Eine fast vollständige Liste aller digitalen Labore findet sich auf der Internetseite www.digitalkamera.de.


3. Vorurteil:

Die Bilder sind teurer.
Dies stimmt leider, zumindest wenn man gute Abzüge möchte.
Auch kann man unschöne Bilder nicht zurückgeben, wie bei einem Fotohändler vor Ort. Wenn man die Preise allerdings mit einem normalen Fotogeschäft vergleicht, sind diese auch nicht höher und wer schlechte Bilder zum Entwickeln schickt ist selber schuld. Digitale Fotographie betrachte ich als Hobby. Und beim Hobby sollte man nicht so sehr aufs Geld schauen, damit es noch Spass macht.


Größtes Ärgernis:

-Der Bildspeicher ist immer zu klein. Das ist genauso wie beim Computer.
-Die Akkus sind immer zu schnell leer. Das ist genauso wie bei Handys.
Anmerkung:
Man kann nie genug Speicher dabeihaben. Auch sind immer Ersatzbatterien oder Ersatzakkus mitzunehmen. Beim Kauf der Akkus ist darauf zu achten, daß diese für Hochstromanwendung geeignet sind und eine möglichst hohe Kapazität besitzen.


Größter Nachteil:


Die Bilder müssen meist Nachbearbeitet werden.
Bild2 Größter Vorteil:


Die Bilder können Nachbearbeitet werden.

Man knipst einfach drauflos. Die Bilder können ja noch verändert oder wieder gelöscht werden, ohne daß Kosten entstehen. Mit den heutigen Bildbearbeitungsprogrammen ist es ein leichtes jedes Bild noch etwas zu verbessern. Selbst wenn man nur eine Ausschnittvergrößerung macht, bringt dies meist schon sehr viel.


Weitere Nachteile:

-Nur bedingt geeignet für den Urlaub. Dazu muss man dann sehr viele Speicherkarten mitnehmen. Ein Bild mit 2 Millionen Pixeln benötigt ca. 1MB Speicher. Größere Formate benötigen 2 - 3MB pro Bild. Auf eine 1GB Speicherkarte passen demnach nur ca. 300 Bilder. Jetzt kann jeder selber ausrechnen wieviele Karten er für einen Urlaub brauchen würde. Dafür gibt es aber inzwischen spezielle Speichergeräte mit eingebauter Festplatte. Darauf können dann mehrere tausend Bilder abgelegt werden. Die Preise dafür sind allerdings relativ hoch. Es lohnt sich erst, wenn man mehrere Fotos hat oder mehr als 10 Speicherkarten brauchen würde.
-Schnell aufeinanderfolgende Schnappschüsse in guter Qualität sind nur bei Profi-Kameras möglich, da Autofocus und Bildspeicherung relativ lange dauern.


Programm-Tip 1:

Photoshop mit Extensis Intellihance Pro 4.0: Dies Zusatzprogramm erkennt die Farb- und Belichtungsfehler des Fotos und korrigiert diese automatisch. Einfach und perfekt.
Es gibt viele Programme mit automatischer Korrektur, aber so gut wie das funktioniert keines.


Programm-Tip 2:

Paintshop: Wenn man Ausschnitte vergrößert müssen diese natürlich wieder im Format 2:3 oder 3:4 abgespeichert werden. Ich kenne sonst kein Programm welches mir gleich beim Markieren das Seitenverhältnis anzeigt. Zum Schluß das Bild noch einmal nachschärfen und als JPG-Datei mit 10-20% Komprimierung exportieren.

Leider ist es also nötig jedes Bild mehr oder weniger aufwendig zu bearbeiten. Aber bei einem Vergleich Vorher zu Nachher, erkennt man sofort, daß sich die Mühe lohnt. (Das Wetter war wirklich so schlecht, wie auf Bild1)
vorher nachher
vorher nachher


Folgende Punkte machen meiner Meinung nach einen guten Fotoapparat aus:

-ein Lichtstarkes Objektiv (max. f2,8 über ganzen Zoombereich)
-eine gute Stromversorgung, möglichst mit Standardakkus zu betreiben.
-Auflösung von mehr als 2 Megapixel. Die Auflösung sollte aber auch nicht zu gross sein, da sonst die Datenmengen zu viel werden und auch die Optik meist nicht so gut ist.
-Bei einer Empfindlichkeit von 400 ISO sollten die Bilder noch kein Rauschen aufweisen.
-gute und schnelle automatische Scharfstellung.
-automatischer und manueller Weißabgleich. (verschiedene Motivprogramme)


Ein Wort zum Schluß:

Früher habe ich sehr selten fotografiert und die Bilder sowieso meist weggeworfen, aber mit dieser neuen Technik komme auch ich zu guten Bildern. Und so macht ein Hobby dann auch wirklich Spass.

Jetzt gibt es nur noch ein Hindernis auf dem Weg zu wirklich perfekten Bildern. Das Motiv muß stimmen. Dabei kann Ihnen aber nun wirklich keine Elektronik weiterhelfen.



Haftungsausschluss

HOME